Wieso abschleppen?

Die wirksamste Methode gegen Falschparker lautet "abschleppen", da dies die einzige Möglichkeit ist um eine Verkehrsbehinderung/-gefährdung zu entfernen wenn der Fahrer nicht vor Ort zu ermitteln ist.

Außerdem gibt es durch die relativ hohen Kosten und dem entstandenen Aufwand oft einen Lerneffekt. Dies wissen auch die Kollegen der verschiedenen Behörden - die Folgen der reichlich verteilten und oft von Fahrern bereits einkalulierten "Knöllchen" spürt man in der gesamten Stadt. Hier ist es oftmals günstiger falsch zu parken anstatt ein legales Parkhaus aufzusuchen.

Wie geht das?

In der Theorie ist es ganz einfach: man ruft eine der Behörden an, diese rücken aus und veranlassen den Abschleppvorgang. Verkehrsbehinderung entfernt, Fall erledigt.

In der Praxis sieht das leider etwas anders aus. Bis zum Punkt "ausrücken" funktioniert es wie oben beschrieben, lediglich der letzte und vor allem entscheidende Schritt wird in aller Regel nicht ausgeführt. Wieso? Die Liste der Ausreden würde den Umfang dieser Seite sprengen.

Wer vor Ort mit den Polizisten diskutieren möchte findet hier eine Sammlung von Argumentationshilfen. Das Handout darf gerne an Polzisten und Mitstreiter verteilt werden.

Wieso soll ich dann anrufen?!

Gute Frage. Die Antwort ist simpel: Zu Beginn brauchen die Behörden schlichtweg etwas Druck aus der Bevölkerung um sich dem zusätzlichen Aufwand auszusetzen. Dieser kann sehr einfach z.B. durch telefonische Meldungen von Vekehrsbehinderungen aufgebaut werden.

Anfangs ist der Aufwand für die Mitarbeiter der Behörden sehr hoch, da sie bei jedem Falschparker vor Ort warten müssen bis der Abschleppvorgang abgeschlossen ist. Das kostet viel Zeit, zeigt aber nachhaltig Wirkung. Auf Dauer sinkt also die Arbeitslast.

Und auch wenn nicht abgeschleppt wird: die Polizei zeigt an den (oft selben Stellen) Präsenz und sei es nur durch das Verteilen von "Knöllchen". Auch das ist besser als nichts. Außerdem taucht jeder Einsatz in einer Statistik auf - wenn sich dort das Thema "Falschparker/Verkehrsbehinderung" häuft wird es früher oder später Aufmerksamkeit erregen.

Was sage ich am Telefon?

Gar nicht viel: im einfachsten Fall nur, dass man gerne eine "Verkehrsbehinderung" (wichtiges Wort) an der Adresse XYZ melden möchte. Die Person am anderen Ende wird dann fragen welche Art von Verkehrsbehinderung vorliegt - nun kann man sagen dass es sich z.B. um einen durch KFZ zugeparkten Radweg, Gehweg o.ä. handelt. Manchmal wird man auch noch nach dem Kennzeichen gefragt, das sollte aber ja kein Problem sein.

Das ist einfach, oder? Wer möchte kann auch fragen wie lange es circa dauern wird bis jemand vor Ort sein wird. Falls diese Zeit (z.B. bei einer konkreten Gefährdung) zu weit in der Zukunft liegt kann man auch zusätzlich die Schutzpolizei informieren. Hierbei dann bitte darauf hinweisen, dass man die städtische Verkerhspolizei bereits informiert hat - ansonsten geben die Kollegen dort es intern auch nur an die selbe Stelle weiter.

Muss ich vor Ort warten?

Nein! Man ist nicht verpflichtet zu warten. Man kann auch die Meldung an die entsprechende Behörde geben und seinen Weg fortsetzen. Wer möchte kann natürlich gerne vor Ort bleiben und schauen was passiert - oder sogar mit den Mitarbeitern sprechen wenn diese anders handeln als vorgeschrieben.


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